Kokos- das Wunderöl? Ja, aber unter Vorbehalt. 


Kokosöl wird seit Jahren als Wunder-Öl gehypt. Es wird nicht nur in der Küche als gesundes Lebensmittel, sondern durch seine pflegende Wirkung auch für die Hautpflege eingesetzt. Bei den indonesischen Naturvölkern wird es zur Wundbehandlung und Aufbewahrung von Heilpflanzen benutzt.

Aber kann man wirklich ein reines Kokosöl für die Hautpflege unüberlegt verwenden?

Erstens sollte man nicht vergessen, dass man drauf achten sollte ein natives Kokosöl zu kaufen. Ein raffiniertes, verarbeitetes Kokosöl ist denaturiert- das heißt: industriell aufgearbeitet. Seine Bestandteile behalten nicht ihre natürliche Form wie beim nativen Öl, so dass die Haut unter Umständen irritiert reagiert.

Kokosöl pflegt die Haut und wirkt antibakteriell sowie pilzfeindlich. Es spendet nicht nur Feuchtigkeit, sondern schafft gleichzeitig ein Milieu, in dem sich die Bakterien und Pilze nicht wohlfühlen. Die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure wirkt gut gegen Probionibacterium acnes, das Bakterium, welches an der Entstehung von Akne beteiligt sein soll.

Das heißt, Kokosöl in entsprechenden Qualität für den Körper empfehlenswert. Es glättet und spendet Feuchtigkeit , bei der Gesichtspflege sollte es aber nicht bei jedem Hauttyp und -zustand angewendet werden. 

Dass Öle für die Gesichtspflege auch der unreinen oder Aknehaut gute Wirkung erzielen ist keine Neuigkeit. Aber heißt das, dass man jedes Öl dafür verwenden kann?

Erstens muss man sagen, dass außer dem Herstellungsverfahren auch die Penetrationsfähigkeit des Öls eine große Rolle spielt, ob ein Öl für die Hautpflege gut geeignet ist. 

Von besonderen Bedeutung ist hier der Eignung eines Öls das Verhältnis zwischen den enthaltenen Linol- und Ölsäuren. Linolsäure ist eine essenzielle Fettsäure, die eine wichtige Komponente zur Aufrechterhaltung der Lipidmatrix im Stratum Corneum darstellt.

Ölsäuren scheinen dagegen die Lipidstruktur zu beschädigen und die Durchlässigkeit zu erhöhen.



Die andere Sache, die in der Hautpflege nicht zu vergessen ist, ist die Komedogenität des Öles.

Der Begriff „komedogen“ bezeichnet Stoffe mit der Eigenschaft Unreinheiten und verstopfte Poren hervorzurufen. Komedogenität ist der Grad mit der gewisse Substanzen dazu neigen, die Poren der Haut zu verstopfen und auf der Hautoberfläche mit abgestorbenen Hautzellen zu lagern.

Gemessen wird der Komedogenitätsgrad in einer Skala von 0-5.
Nicht komedogene Öle oder mit einer niedrigen Komedogenität verstopfen die Poren nicht und können auch bei unreiner und öliger Haut verwendet werden. 

Hier ein paar Beispiele:

Arganöl
Komedogenitätsgrad 0

Enthält Vitamin E und wirkt entzündungshemmend

Shea Butter

Komedogenitätsgrad 0

Stimuliert die Kollagenproduktion und ist feuchtigkeitsspendend

Marula Oil

Komedogenitätsgrad 0

Booster für Feuchtigkeit. Außerdem reich an Vitamin C, Vitamin E, Omega 6 und 9.

Calendula Öl

Komedogenitätsgrad 1

Bekannt für entzündungshemmende Wirkung.

 

Kokosöl hat einen Komedogenitätsgrad zwischen 2-4. Das heißt es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es Poren verstopft und Unreinheiten auslöst. Man sollte deshalb die Kokosöle im Gesicht vermeiden, im Gegenteil dazu kann es bei trockener Körperhaut eingesetzt werden. 

Andere Einsatzbereiche bei denen Kokosöl hervorragend wirksam ist, ist die Zahnpflege, Nagelpflege und als Make Up Entferner. 

 


 



KOKOSWASSER

Um die Ehre der Kokosnuss zu retten, lasst uns noch die Eigenschaften des KOKOSWASSERS unter die Lupe nehmen,
KOKOSWASSER ist oft in Gesichtshaut Pflegeprodukten enthalten. Ich habe bei der Firma „ A Natural Difference“ ( deren Fan ich schon seit über 10 Jahren bin) nachgefragt, wie die Kokosnuss in deren Produkten eingesetzt wird.

„ A Natural Difference“ ist ein Spezialist für Anti-Aging und Problemhaut, der in den Cosmeceutical- Cosmetic Produkten und Behandlungen intelligente, hoch dosierte Phyto-Wirkstoffe, Peptide, Phytohormone, Vitamine wie z.B. tiefwirkendes Vitamin C, perfekt aufeinander abgestimmt, nutzt.

„Cocoin ist das embryonale Fruchtwasser der jungen, grünen und unreifen Kokosnuss, die durch ihre dicke Schale von der Außenwelt isoliert ist. Alles was sie für das Wachstum benötigt, kommt aus dem inneren der Frucht- also aus den eigenen Frischzellen, die nur in den jungen, grünen unreifen Kokosnüssen zu finden sind. Nur wenn das frischzellenreiche embryonale Wasser zum richtigen Zeitpunkt der Kokosnuss entnommen wird, hat es diese außerordentlichen, positiven Eigenschaften (Vergleichbar mit Colostrum).

Das grüne Kokoswasser fördert das gesunde Zellwachstum, unterstützt die Blutzirkulation, bietet einen Reichtum an wertvollen Nährstoffen und stellt eine wunderbare Alternative zu tierischen Frischzellen dar“ : sagte Frau Miriam Arnarson vom Kosmetikvertrieb H. Renner (Produktlinie A Natural Difference in Europäischen Ländern).

Detoxy Eye Creme enthält das Kokosnusswasser. Zur tiefen Reinigung der verstopften Poren wird Coco Enzyme Peel empfohlen.
Die Peelfunktion entsteht aufgrund biologischer Abläufe: Enzyme sind für ihre fett- und proteinspaltenden Eigenschaften bekannt. Ablagerungen in den Follikeln werden aufgespalten und zusammen mit abgestorbenen Hautpartikeln entfernt.

Fazit: Die Kokosnuss ist  auf jeden Fall eine wunderbare Frucht, die sehr viele gesunde Inhaltsstoffe enthält. 

Beim Einsatz in der Hautpflege kann man das Kokosfett super als Make Up Entferner oder Massageöl für die trockenen Körperpartien verwenden. Für die Gesichtshautpflege, besonders wenn diese zu Unreinheiten neigt, sollte man jedoch darauf achten, die Wirkstoffe des Kokoswassers einzusetzen.